Probepflanzung: Weinbau am Domberg 2009 (18. und 25. April 2009)
Erstmals nach rund drei Jahrhunderten werden am sonnigen Südhang des Freisinger Dombergs wieder Weinstöcke gepflanzt. Seit dem Mittelalter bestand – wie an vielen Orten in Altbayern – auch dort ein stattlicher Weinberg. Dieser ist noch auf einer frühneuzeitlichen Ansicht des Kupferstechers Matthaeus Merian (1642) deutlich zu sehen (siehe Abbildung). Wohl aufgrund der seit Ende des 16. Jahrhunderts einsetzenden Klimaabkühlung („Kleine Eiszeit“) wurde ähnlich anderen Orten in Mitteleuropa auch in Freising der Weinbau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eingestellt.
![Freisinger Weingärten im 17. Jahrhundert (Markierung), Kupferstich von Matthaeus Merian, 1642. [Bild] Freisinger Weingärten im 17. Jahrhundert (Markierung), Kupferstich von Matthaeus Merian, 1642.](http://www.stadtbildpflege.de/cms/upload/content/projekte/initiativen_zur_baugestaltung/weinbau-Vorschau.jpg)
Freisinger Weingärten im 17. Jahrhundert (Markierung), Kupferstich von Matthaeus Merian, 1642.
Rund 300 später wollen nun die Freisinger Stadtbildpfleger testen, ob der Wein, der in früheren Jahrhunderten einen festen Bestandteil im Freisinger Stadtbild darstellte, dort auch heutzutage gedeiht. Dabei werden an zwei Tagen, nämlich am 18. und am 25. April 2009, auf einem etwa 100 m² großen Hangstück direkt unterhalb der Freisinger Residenz (Kardinal-Döpfner-Haus) insgesamt 99 Weißweinstöcke der Sorte Johanniter eingesetzt. Falls der Wein tatsächlich wächst, ist mit ersten Trauben wohl frühestens in zwei, mit dem ersten „Domberg-Wein“ frühestens in drei Jahren zu rechnen. Hoffen wir, dass der Wein wächst!
| Erste vorbereitende Arbeiten am Hang sowie Setzen des Zauns, Bilder vom 18. April 2009 |
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© 2009 Andreas und Simone Goclik |
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| Pflanzen der 99 Weißweinstöcke der Sorte Johanniter, Bilder vom 25. April 2009 |
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© 2009 Andreas und Simone Goclik |
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